Eine Reise zu den Polarlichtern

Polarlichter

Bildquelle: Photo by Joshua Earle on Unsplash

Diese Bilder kennt jeder und sie wecken das große Fernweh – Polarlichter, die mystisch am klaren, kalten Himmel der nördlichsten Hemisphere tanzen. 

Das eindrucksvolle Naturschauspiel ist von September bis März in den Polarregionen zu finden. Da es sich allerdings um eine elektromagnetische Leuchterscheinung handelt, die spontan an verschiedenen Orten auftaucht, muss man das Spektakel ein wenig suchen. Mit der richtigen Vorbereitung, ein bisschen Know-how und genügend Abenteuergeist ist eine Motorradtour hoch in den Norden ein ganz besonderes Erlebnis. Und neben der Aurora Borealis, wie die Nordlichter auch genannt werden, werden sie atemberaubende Landschaften, herzliche Menschen und interessante Orte kennenlernen.

Die besten Orte für Polarlichter in Europa

In Europa können Nordlichter zwischen September und März in den Polarregionen bewundert werden. Dazu gehören in erster Linie Island, Norwegen, Schweden und Finnland. Für Reisen mit dem eigenen Auto oder Motorrad sind die skandinavischen Länder aus logischen Gründen zu bevorzugen, der Transport nach Island ist doch sehr teuer und aufwändig.

Im Norden Norwegens hat man die besten Chancen in den Regionen Nordkap, Tromsø, Spitzbergen, Lyngenfjord, Narvik und vielen mehr. In Norwegen bieten die zahlreichen Fjorde tolle Kulissen für Fotos der Polarlichter. In Schweden ist Lappland das ideale Ziel, ebenfalls ist das finnische Lappland im Nachbarland der richtige Ort.

All diese Ziele können Sie über ein gut ausgebautes Streckennetz über Dänemark von Deutschland aus erreichen. Von Kopenhagen aus geht es dann nach Schweden über die Öresundbrücke, und schon haben Sie freie Fahrt gen Norden. 

Vorbereitung ist alles – den kalten Temperaturen zum Trotz

Eine solche Reise will gut vorbereitet sein. Nicht nur die weite Entfernung stellt Herausforderungen an Mensch und Maschine, sondern auch das Klima. Von Frankfurt am Main bis Tromsø an der obersten Spitze Norwegens zum Beispiel sind es rund 3000 km. Planen Sie machbare Etappen und organisieren Sie Unterkünfte zum Ausruhen auf dem Weg. Markieren Sie Werkstätten und Pensionen auf dem Weg, insbesondere im einsamen, nördlichen Teil der Strecke, wo die Netzabdeckung teilweise zu schlecht ist, um im Notfall diese Informationen im Internet zu suchen.

Seien Sie sich über die klimatischen Verhältnisse im Klaren. Nördlich des 66. Breitengrades geht die Sonne im Winter quasi gar nicht mehr auf. Sie brauchen eine solide Beleuchtung am Motorrad und Ersatzteile (nicht nur für die Beleuchtung), um kleine Pannen selbst zu meistern.

Der Weg im Norden Skandinaviens wird schnell sehr einsam, kilometerweit gibt es weder eine Tankstelle noch Häuser. Sie müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, sprich Reparaturen, Unfälle, Eis und Schnee. Und notfalls auch darauf, eine Nacht im Freien verbringen zu müssen. Ein bisschen Survival-Know-how für alle Fälle sollten Sie sich aneignen und am besten nicht alleine fahren.

Und es wird kalt, und zwar nicht zu knapp. Die Durchschnittstemperatur im Norden Norwegens liegt bei -5 Grad in den Wintermonaten. Hinzu kommen kann natürlich immer Schneefall. Um nicht in allzu extreme Witterungsverhältnisse zu kommen, macht es Sinn, die Reise im September zu starten, um so die ersten Nordlichter der Saison zu sehen.

Sorgen Sie also für die richtige Kleidung und genügend Ausrüstung, damit diese spektakuläre Tour zum unvergesslichen Erfolg wird.

Smarte Tricks für die Suche nach der Aurora Borealis

Auf der Suche nach den Nordlichtern gibt es viele Hilfsmittel, die schnell zum Erfolg führen. Zum einen gibt es verschiedene Apps für das Smartphone, die Vorhersagen treffen, auf Karten die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern einzeichnen und außerdem das Wetter mit in Betracht ziehen. Das beste Fotomotiv hat man bei klarem Himmel, somit sollte man definitiv auch einen Blick auf die Wetterkarte werfen.

Weitere Internetseiten stellen gar Webcams für die Sichtung der Nordlichter zur Verfügung, so dass man schnell live sehen kann, wo das Naturschauspiel gerade stattfindet und im Archiv überprüfen kann, wo es eventuell regelmäßig und zu welcher Uhrzeit vorkommt. Das macht die Suche definitiv leichter und wird garantiert schnell zum Erfolg führen.

Und schlussendlich gibt es noch einen sehr alten, aber genauso smarten und bewährten Tipp: die Einheimischen fragen. Die wissen in der Regel immer, wo man die wunderschönen Nordlichter bewundern kann.  

Über Dominik W. 96 Artikel
Hi, ich bin Dominik und 27 Jahre alt. Schon mit 16 Jahren habe ich mich für das Moped fahren begeistert und das hält bis heute an. Nun nach mehr als 11 Jahren 2-Rad Erfahrung durfte ich 7 Motorräder mein eigen nennen und viele Reisen in Europa unternehmen, unter anderem in Island, Korsika, Sardinien, Spanien, Frankreich, Albanien, Rumänien und vieles mehr...

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